Kooperation gegen Gewalt und Vandalismus

HST und Polizei Hagen arbeiten zusammen

Kooperation gegen Gewalt und Vandalismus im Linienbusverkehr

29 Fälle von Gewalt und Vandalismus gegen Busse und Busfahrer*innen gab es in diesem Jahr in Hagen, 16 davon haben sich im Stadtteil Wehringhausen ereignet (Stand: 15. Juni 2023). Um dagegen vorzugehen und die Sicherheit in den Bussen zu erhöhen, haben die Hagener Straßenbahn AG (HST) und die Polizei Hagen eine Kooperation ins Leben gerufen, die am 20. Juni 2023 vorgestellt wurde.

Unter dem Motto „Gewalt und Vandalismus ausbremsen!“ gilt ab sofort eine konsequente Vorgehensweise gegenüber jeglicher Form von Gewalt oder Vandalismus gegen das Fahrpersonal sowie in und an Bussen der HST. Auf die Vorgehensweise haben sich die HST und die Polizei Hagen gemeinsam verständigt. Sobald es zu einem wie auch immer gearteten Fall von Vandalismus oder Gewalt kommt, stoppt der Bus an Ort und Stelle und die Busfahrer*innen informieren in jedem Fall sofort die Polizei. Erst wenn die Polizei den gemeldeten Fall aufgenommen und die Situation geklärt hat, wird die Fahrt fortgesetzt. 
Die Kooperation wird mit einer gemeinsamen Kampagne begleitet, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Fahrgäste über diese entschlossene Vorgehensweise zu informieren. „Jegliche Form von Gewalt hat in unseren Bussen nichts zu suchen. Sie gehört angezeigt und strafrechtlich verfolgt. Wir versprechen uns von dieser konsequenten Maßnahme mehr Schutz für unsere Fahrgäste und unser Fahrpersonal. Dass wir mit der Polizei Hagen einen starken Partner an unserer Seite haben, schätzen wir dabei sehr“, erklärt Markus Monßen-Wackerbeck, Vorstand der Hagener Straßenbahn AG.
 

HST-Vorstand Markus Monßen-Wackerbeck und Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh bei der Vorstellung der Kampagne am Bodelschwinghplatz

Auch Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh blickt entschlossen auf die Kooperation: „Die Polizei Hagen steht für ein respektvolles Miteinander und akzeptiert vorsätzliche Störungen des Linienbusverkehrs in keiner Form. Wir nehmen jeden bekannt gewordenen Sachverhalt sehr ernst, gehen konsequent gegen die zugrundeliegende Problematik vor und stehen dabei im engen Austausch mit der Hagener Straßenbahn AG. Die in guter und intensiver Zusammenarbeit entwickelte Kampagne soll dies täglich auf den Straßen im Hagener Stadtgebiet sichtbar machen und zusätzlich alle Fahrgäste informieren.“  

Außergewöhnliches Busdesign macht aufmerksam

Das auffällige Design des Busses macht auf die Kampagne aufmerksam.

Ursula Tomahogh, Markus Monßen-Wackerbeck und HST-Betriebsleiter Werner Flockenhaus stellten die Kooperation am 20. Juni 2023 am Bodelschwinghplatz im Hagener Stadtteil Wehringhausen vor – vor einem frisch folierten Bus: In schwarzer Farbe mit roter Schrift macht das außergewöhnliche Design auf die neue Maßnahme aufmerksam. Künftig werden zwei dieser Busse durch Hagen fahren, um die neue Kampagne in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.